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Linz kippte und demoralisierte die Red Bulls in nur zehn Minuten

Posted by webmaster on Nov 13th, 2009 and filed under Featured, Sport. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

09_11_12_HI_RBS-Linz11Beim ersten Eishockey Bundesligaspiel nach der Nationalteam-Pause gegen die Black Wings Linz mussten die Red Bulls ohne die an Grippe erkrankten Martin Ulmer und Michael Schiechl auskommen. Zurück nach vier Wochen Verletzungspause war dafür Verteidiger Daniel Welser, und auch Goelie Reinhard Divis feierte sein Comeback bei
den Red Bulls. Vor 597 Tagen, als die Red Bulls den zweiten Meistertitel in Ljubljana fixierten, stand der 34-Jährige zuletzt bei den Salzburgern im Tor, dazwischen lag ein Jahr bei Färjestads BK, wo Reinhard Divis ebenfalls den (schwedischen) Meister feiern konnte. Aber der heutige Tag sollte ihm und dem Team kein Glück bringen. Dabei begann die Partie viel versprechend. Beide Teams starteten mit einem hohen
Tempo, die Gäste hatten zu Beginn aufgrund zweier Powerplays mehr Spielanteile und testeten erstmals Reinhard Divis im Salzburger Tor. Der hatte keine Probleme, und danach kamen die Red Bulls besser ins Spiel. Zwar konnten auch sie zwei Überzahlspiele nicht in Zählbares ummünzen, waren jetzt aber die gefährlichere Mannschaft.
Steve Regier traf zwar einmal die Stange, aber es blieb bei torlosen, aber spannenden ersten 20 Minuten.

Nach der Pause ging den Hausherren dann aber der Knoten auf. Kelsey Wilson eröffnete
torreiche fünf Minuten kurz nach Wiederbeginn, eine Minute danach traf Marco
Pewal quasi im Nachhechten, und drei Minuten später machte Jonathan Filewich die
3:0-Führung perfekt. Zum Ende des Drittels hatten die Linzer einige sehr gute Möglichkeiten,
bei denen sich Goalie Reinhard Divis mehrfach auszeichnen konnte. Hiobsbotschaft:
Der Schütze zum 2:0, Marco Pewal, musste etwa nach der Hälfte des Spiels mit
einem angeschlagenen Knie aufhören, eine genaue Diagnose steht noch aus.
Und dann nahm das Unfassbare seinen Lauf. Wähnten sich die Red Bulls bereits auf
der Siegerstraße, hörten die Linzer nicht auf zu spielen. Und das wurde belohnt. In nur
zehn Minuten erzielten die Gäste nicht weniger als vier Treffer und kippten damit die
Partie. Die Salzburger hatten in der Defense keine Ordnung mehr und wurden mit jedem
Gegentor unsicherer. Das letzte Aufbäumen ohne Goalie half auch nichts mehr,
und schließlich machten die Black Wings mit dem Empty Net Goal in der vorletzten Sekunde
ihren 5:3-Auswärtssieg perfekt, während die Salzburger am Ende völlig von der
Rolle waren. Somit verschenkten sie eine bis zur zweiten Pause schöne Partie und
zwei Punkte in der Tabelle, und auch das Bundesliga-Debüt des erst 18-jährigen Salzburgers
Marco Brucker fand unter diesen Umständen leider kaum Beachtung.
Der wie die Spieler schwer enttäuschte Head Coach Pierre Pagé fand klare Worte:  “Wir
haben elf Tage hart trainiert, um den Zuschauern ein schönes Spiel zu zeigen. Zwei
Drittel lang haben wir das auch gemacht, um dann alles herzuschenken. Wir sind kein
Team! Wir müssen in erster Linie wieder ein richtiges Team werden, das ist alles.”

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA
EC Red Bull Salzburg  vs.  EHC Liwest Black Wings Linz 3:5 (0:0, 3:0, 0:5)
Tore: Wilson (22.), Pewal (23.), Filewich (26.) resp. Shearer (48., 57., 60./EN), Baumgartner
(51., 56.

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